Wenn du vegetarisch oder vegan lebst und im Internet aktiv bist, wirst du dir vielleicht denken „Oh nein, jetzt fängt die auch noch an zu bloggen!“. Denn mittlerweile gibt es ja wirklich zahlreiche Blogs, die mit dem Thema Vegetarismus zusammen hängen. Egal, ob Rezepte, 30-Tage-Vegan-for-Fit-Challenge oder einfach nur allgemeine Lifestyle Blogs – in der Internetwelt gibt es eigentlich schon alles, was das Herz begehrt.

Doch trotzdem spiele ich schon seit ein paar Monaten mit dem Gedanken, einen Blog zu starten. Denn ich befinde mich quasi noch im veganen Anfangsstadium und habe sozusagen erst vor Kurzem die rote Pille (oder war es die grüne?) von Morpheus geschluckt.

morpheus

Wenn man also erfährt, was da so alles in unserer Gesellschaft und Lebensmittelindustrie abläuft und man mal seine Handlungen überdenkt, dann trifft es einen wie ein Schlag. Wie zum Teufel kann das denn alles sein und warum hab ich darüber noch nie wirklich nachgedacht? Und wieso macht es denn niemand? Manchmal will ich am liebsten in die Welt hinausschreien und jedem erklären, was hier überhaupt los ist!

Aber nein, so geht das nicht. Darüber war ich mir ziemlich schnell bewusst, aber so ab und zu plagte mich dann doch das Mitteilungsbedürfnis, was ich über facebook ausgelebt habe (ein Hoch auf das soziale Netzwerk!). Obwohl ich das Gefühl hatte, dass es sich bei mir noch in Grenzen hielt, kamen schon bald die ersten sowohl genervten als auch nervigen Kommentare. Spätestens dann habe ich gemerkt, dass das irgendwie nicht der richtige Weg ist und entschieden, einen Blog zu schreiben. Hier kann ich dann alles loswerden, wozu ich Lust habe und gehe niemandem auf die Nerven, denn es ist ja niemand gezwungen, meinen Blog zu lesen!

Wie ihr merkt, steckt hinter all dem mehr als nur der Wunsch meine Gedanken loszuwerden. Ich möchte wirklich von Herzen was dazu beitragen, dass Tiere nicht mehr leiden müssen und von uns Menschen ausgenutzt werden. Und wenn ich auch nur eine Person überzeugen kann, vegan zu leben, hat sich dieser Blog schon gelohnt!

Trotzdem dauerte es ein paar Wochen bis ich den Mut dazu aufbrachte, den Blog zu starten. Warum ich den Mut jetzt habe, liegt wahrscheinlich an den Eindrücken und der Inspiration, die ich hier in Berlin bekommen habe, wie z.B. ein Vortrag von Dr. Melanie Joy im Rahmen der VeggieParade (dazu noch ein andermal mehr). Nach dem Vortrag war mir klar: Ich muss jetzt einfach anfangen, mehr zu tun. Ich muss meinen Blog starten. Wenn nicht jetzt, wann dann?

So und jetzt noch ein „Hallo“ an all die verwirrten Nichtvegetarier. „Was?“, denkt ihr vielleicht. „Blogs über Vegetarismus?! Wer schreibt oder liest denn sowas?!“ Ja, Sachen gibt’s, sag ich euch 🙂 Und wenn du dir das gedacht hast, dann bist genau du hier auch richtig! Herzlich Willkommen!

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