Vegan in Kopenhagen

Besser spät als nie! Heute berichte ich euch endlich über unseren Kopenhagen Trip über Ostern. Mein Freund und ich haben dort unsere amerikanische Freundin Rebekah besucht, die wir vor einiger Zeit während ihres Auslandssemesters in Mannheim kennengelernt haben und die nun in Kopenhagen studiert. Sie hat uns total herzlich bei sich empfangen, uns zusammen mit ihrem Freund mit veganem Essen versorgt und uns die Stadt gezeigt! Vielen lieben Dank dafür <3

Insgesamt waren wir vier Tage in Kopenhagen. Wir sind mit der Bahn von Detmold nach Kopenhagen gefahren, da das die günstigste Möglichkeit für uns war. Auf dem Hinweg haben wir dann im Zug ein bisschen Ostern vorgefeiert mit dem Aachener Printen Osterhase, den uns meine Eltern zu Ostern von ihrem Aachen Besuch mitgebracht hatten. Aachener Printen sind je nach Überzug vegan und sehr lecker 🙂

Veganes Proviant im ICEIm ICE zwischen Hamburg und Kopenhagen waren wir dann ganz überrascht als die Durchsage kam, dass wir nun auf die Fähre fahren und dann den Zug verlassen müssen. Das wussten wir nicht und waren total begeistert 🙂 Die Überfahrt war richtig schön, denn ich liebe Windräder und das Meer!

In Kopenhagen konnten wir also in der Wohnung unserer Freundin übernachten. Sie war so lieb und hat für uns schon vorher Sojamilch fürs Frühstück besorgt. So sah mein tägliches Frühstück aus: Porridge mit Sojamilch, Äpfeln und Zimt. Und Sweet Chai von Yogi Tea.

Tägliches veganes Frühstück

Am ersten Tag waren wir in der Stadt und haben uns die kleine Meerjungfrau und das Kastellet angeschaut.

Kleine Meerjungfrau Kopenhagen

Kastellet KopenhagenWir hatten total schönes Wetter und haben ein kleines Picknick am Wasser unter den Kirschbäumen gemacht, die ein Geschenk der Stadt Hiroshima an die Stadt Kopenhagen waren. Es gab Sandwiches, Gemüsesticks mit Hummus, dänisches Bier und Früchteriegel.

Sakura Kirschbäume in Kopenhagen

Veganes PicknickAbends waren wir zusammen mit Rebekahs Freund im Halifax, einem Burger Restaurant essen. Dort kann man verschiedene Burger, die nach unterschiedlichen Städten benannt sind, bestellen. Man kann zwischen Fleisch, vegetarischen und veganen Patties wählen. Die Bedienung war sehr freundlich und hat auf unseren Wunsch in der Küche nachgefragt, welche Toppings vegan sind. Ich habe den Tokio Burger mit veganem Patty bestellt und musste dann aber das in Miso eingelegte Kraut weglassen, weil das mit Fischsud zubereitet wurde. So richtig japanisch war der Burger dann nicht, aber gut geschmeckt hat er trotzdem. Ich erinnere mich nicht mehr, welchen Burger mein Freund bestellt hat, aber im Endeffekt waren unsere dann sowieso fast gleich, weil wir beide die nicht veganen Toppings weglassen mussten. Das Halifax ist auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man mit Fleischessern unterwegs ist, obwohl die Preise (ungefähr 17 Euro für Burger+Kartoffelecken) es schon in sich haben, aber es ist nun mal Kopenhagen.

Veganer Burger im Halifax

Abends waren wir noch etwas trinken in Rebekahs Lieblingsbar „Living Room“ und Überraschung: sie hatten dort sogar Sojamilch und Raw Bite Riegel!

Vegane Cocktails

Am nächsten Tag sind wir ein bisschen durch die Fußgängerzone gelaufen und haben uns ein paar Läden angeschaut. Mitten in der Fußgängerzone gibt es einen Hot Dog Stand, der auch vegane Hot Dogs anbietet. Da mussten wir natürlich zuschlagen.

Vegane Hotdogs in der Kopenhagener InnenstadtAls richtiges Mittagessen sind wir in ein roh veganes Restaurant namens 42 Degrees Raw, das auch direkt in der Innenstadt liegt. Der Laden war jedoch totaal überteuert, die Portionen mini und es gab kaum Sitzgelegenheiten. Ich bin trotzdem froh, dass wir dort gegessen haben, weil ich gerne roh vegane Gerichte ausprobiere, aber wegen der Preise würde ich wahrscheinlich nicht mehr dort hingehen. Diese Mini Lasagne hat über 10 Euro gekostet :-O Bei Happy Cow ist als Preis „moderate“ angegeben, aber dem kann ich selbst für Kopenhagener Verhältnisse nicht zustimmen. Das Sandwich für ungefähr 7 Euro ist noch ganz in Ordnung, da es wenigstens etwas mehr satt macht.

42 Degrees Raw Rohveganes Restaurant in KopenhagenSpäter sind wir noch in den Tivoli, einem kleinen Vergnügungspark in Kopenhagen. Wir sind zwar mit keinen Attraktionen gefahren, aber der Besuch hat sich dennoch gelohnt, denn der Park ist total schön und das Wetter war einfach traumhaft.

Tivoli KopenhagenAbends hat Rebekahs Freund uns vegan bekocht (wie lieb ist das denn bitte?!) und das Essen war total lecker. Es gab Süßkartoffelsuppe mit Blumenkohl.

Süßkartoffelsuppe mit Blumenkohl

Am Ostersonntagmorgen sind wir mit Rebekah an den Strand, der nur 5 Minuten von ihrer Wohnung entfernt ist. Es war so warm, dass sogar ein paar verrückte Dänen im Wasser baden waren 😀

Mein Freund und ich am Strand Kopenhagen Strand

Den restlichen Tag habe ich mit meinem Freund alleine verbracht. Wir sind zum Nyhavn gefahren, haben eine kleine Bootstour gemacht, die Søerne Seen und einen Park besucht.

Vegan in KopenhagenAbends wurden wir erneut bekocht (Traum!) und diesmal gab es Reispfanne mit Brokkoli, Karotten und Champignons.

Reispfanne mit Brokkoli, Karotten und Champignons

Wir hatten wirklich Riesenglück mit dem Wetter und die ganze Zeit war Sonnenschein, blauer Himmel und über 20 Grad. Nur am letzten Tag hat es geregnet, aber das machte überhaupt nichts, denn wir sind ins Nationalmuseet. Dort gab es gerade eine Sonderausstellung über Japan, was mich natürlich total gefreut hat. Man konnte sogar kostenlos in Purikura Fotos schießen 🙂

Nationalmuseet KopenhagenNachmittags haben wir im L’appetit gegessen und das ist mal ein Laden bzw. Imbiss in Kopenhagen, den ich wirklich uneingeschränkt empfehlen kann! Es gibt dort zwar Fleisch, aber auch viele vegane Gerichte. Und die Preise sind total super, die Portionen riesig und das Essen megalecker 🙂 Also hin da!

L'appetit in KopenhagenWir hatten wundervolle Tage in Kopenhagen! Die Stadt eignet sich prima für einen kurzen Auslauf, da alles relativ nah beieinander liegt. Insgesamt ist Kopenhagen wie jede europäische Großstadt sehr vegetarisch und vegan freundlich (ein Blick auf happy cow zeigt viele veggie friendly places). Allerdings sind die Preise dort wirklich sehr hoch, sodass man sich vielleicht größtenteils selbst versorgen sollte. Die Menschen sind sehr nett und die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert 🙂

Ich hoffe, euch hat mein kleiner Reisebericht gefallen.

Ward ihr schon einmal in Kopenhagen? Wo geht bei euch der nächste Ausflug hin?

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